Fundstück: Singing Christmas Hedgehogs

Kategorie: Fun   ·   Geschrieben von Ron am 17. Dezember 2011

Sehr witzige Vorweihnachsstimmung in Form eines „interaktiven Spielbuchs“ („Choose-Your-Own-Path“-Video), bei dem man natürlich wieder alle Optionen durchklicken will. ;-)

(via Sören/Facebook)

24-Stunden an Bord der USS Enterprise 1701-D

Kategorie: Fun, Rollenspiele   ·   Geschrieben von Ron am 14. Dezember 2011

Als wäre es einer meiner Star-Trek-Rollenspiel-Spieler: Youtube-User crysknife007 hat das Maschinengeräusch von Picards Enterprise aufgezeichnet, etwas aufpoliert und für 24-Stunden in eine Schleife gepackt (siehe Youtube-Video unten).

Bin mir dennoch leicht unsicher, ob ich nicht doch bei Soundtracks bleibe … ;-)

(via blastr.com)

Musik fürs Rollenspiel (6 Tracks kostenlos): The Girl with the Dragon Tattoo

Kategorie: Kino, Rollenspiele   ·   Geschrieben von Ron am 11. Dezember 2011

The Girl with the Dragon Tattoo – PosterTrent Reznor und Atticus Ross haben dieses Jahr zurecht den Oscar für den besten Soundtrack gewonnen. Ihr Werk für „The Social Network“ hat David Finchers grandiosen Film noch um mehrere Längen nach oben katapultiert.

Nun steht der neue Film von Fincher vor der Tür: „Verblendung“ (englisch: „The Girl with the Dragon Tattoo“). Der Thriller ist Auftakt der dreiteiligen „Millenium“-Trilogie basierend auf den Bestseller-Krimis von Stieg Larson. Eine schwedische Verfilmung des gleichen Stoffes lief bereits 2009 erfolgreich in unseren Kinos und kurze Zeit später auch im Fernsehen. Erfolgsregisseur Fincher versucht sich hier erstmals an einem Remake und das bei einer sehr starken Vorlage, die bereits der Schwedin Naomie Rapace eine Hollywood-Karriere ermöglichte. Und für diesen Film setzt Fincher abermals auf Reznor und Ross.

Der Film startet am 12. Januar 2012 in unseren Kinos, drei Wochen nach dem US-Start.

Die Komponisten: Trent Reznor und Atticus Ross

Trent Reznor ist der Frontman und einziges festes Mitglied von „Nine Inch Nails“, einem Industrial-Rock-Musikprojekt, das durch die Hintergrundmusik des Computerspiels „Quake“ von 1996 besondere Bekanntheit erlangte (das Spiel war bis November 2011 in Deutschland auf dem Index). Er ist aber auch für den Soundtrack von „Natural Born Killers“ verantwortlich, und im Vorspann des Films „Sieben“ (ebenfalls David Fincher) wird ein Stück von ihm musikalisch zitiert. Er hat an weiteren Film-Soundtracks mitgearbeitet, darunter „The Crow“, „Lost Highway“, „Fight Club“, „Lara Croft: Tomb Raider“ und „Doom“.

Atticus Ross hat bereits vorher bei „Nine Inch Nails“ mehrfach mit Reznor zusammengearbeitet. Er lieferte den Soundtrack zu mehreren TV-Serien von Albert und Allen Hughes und für deren ersten Spielfilm von 2010, „The Book of Eli“.

Wofür passt er?

The Girl with the Dragon Tattoo – Album CoverNochmals ist es ein sehr verstörendes Werk, das mit sehr ungewöhnlichen Samples arbeitet, teilweise Newman-ähnlich schräge Klangwelten für sich entdeckt (der Track „Oraculum“ erinnert mich doch zeitweise sehr stark an Newmans wegweisendem „American Beauty“-Soundtrack). Die vielfältige elektronische Klangwelt bleibt in der Regel stark unterkühlt bis frostig, und eignet sich daher vor allem fürs Horror- und Thrillergenre der Jetzt-Zeit. Aber auch für Science-Fiction-Settings kann der Soundtrack gut eingesetzt werden, insbesondere in Dystopien oder Cyberpunk-Szenarien.

Stichworte: Kalter Schneeregen, der einem das Atmen schwer macht. Monotone Produktionsstrecke in einer nichtssagenden Fabrik. Irgendwo lauert da im durch sauren Regen sterbenden Wald ein Mörder, der Dich verfolgt. Ein Alptraum, an dessen Inhalte man sich um so mehr nicht mehr erinnern kann, je intensiver man es versucht.

Gibt es Stücke, die problematisch fürs Rollenspiel sind (z. B. Voiceover)?

Track 1 („Immigrant Song“) hat Gesang (dieser wurde für den ersten Trailer des Filmes verwandt, s. u.) und kann daher störend wirken. In Track 39 („Is Your Love Strong Enough?“) ist der Gesang deutlicher, der Track ist ein Cover von Bryan Ferry und wird von Reznors und Ross’ Bandprojekt „How To Destroy Angels“ interpretiert. Er ist recht alternative-rock-poppig und eindeutig für einen Abspann gedacht. Entsprechend würde ich ihn aus einer Rollenspiel-Playlist streichen.

Wo gibt es den Soundtrack?

Seit wenigen Tagen gibt es den kompletten Soundtrack im eigenen Webshop der Künstler als digitale Downloads (ab US-$ 12,–, also ungefähr € 9,–) zu bekommen (stellt von GBP auf USD um, das wird so sicher billiger), als CD und sogar als Special-Vinyl-Edition gibt es ihn ab dem 27. Dezember 2011, dann auch im stationären Handel.

  • Die MP3 sind ohne Rechtemanagement, mit 320-kbps sehr hochwertig kodiert. Alternativ gibt es auch einen zwei Dollar teureren Download in einem verlustfreien Datenformat.
  • Der Soundtrack selbst ist fast drei Stunden lang (2:53:51).
  • Man benötigt auf der Website der Künstler zwingend eine Kreditkarte zum Kauf.

Sechs Tracks aus dem Album können als kostenloser Download unter Angabe einer E-Mail-Adresse bezogen werden.

Buchkritik „Daemon“/„Darknet“

Kategorie: Literatur   ·   Geschrieben von Ron am 27. Oktober 2011

Cover Daemon (Rowohlt)Die Story

Der Computer-Spiel-Milliardär Matthew Sobol erliegt nach langem Kampf seinem Krebsleiden. Kaum verstorben, startet aber eine unaufhaltsame Kaskade von Computerprogrammen, die über Automatismen einen Menschen tötet. Offenbar hat Sobol diese geschrieben und so einen „Daemon“ geschaffen, eine dezentralisierte Instanz in den vernetzten Computersystemen weltweit, und der nun auf externe Auslöser lauert.

Ein Ermittler des Mordfalls stellt bald fest, dass er hier keinen herkömmlichen Mörder jagt, sondern dass hinter dem Ganzen ein weit größerer Plan steckt, gegen den er allein keine Chance hat.

Cover Darknet (Rowohlt)Die Kritik

Eigentlich lese ich keine Krimis. Aber der Nahe-SF-Hintergrund ließ mich aufmerksam werden. Im Prinzip ist das meiste, was hier beschrieben wird, durchaus heute realistisch und machbar und damit eben keine reine technische Zukunftsvision.

Das Buch, oder besser die Bücher, denn das zweite schließt nahtlos an den ersten Teil an, schaffen es dann recht schnell, von einem eben noch interessanten Mordfall zu einer spannende System-Kritik umzuschwenken. Er zeichnet die Anfänge eines alternativen Wirtschaftssystems und kritisiert die Auswüchse des modernen Kapitalismus, den es als reine Plutokratie darstellt. Und trotz dieser teilweise recht komplexen Themen schafft es Suarez, nicht auf einer Sachbuchbasis zu langweilen, sondern nebenbei ein actionlastiges und teilweise recht blutiges Drama zu beschreiben.

Dennoch, einige Geschichtselemente werden leider nicht, oder nur unzureichend erklärt. Teilweise hat man das Gefühl, dass einige Charakterentscheidungen nur zu Gunsten des Plots getroffen wurden. Eine plötzlich auftauchende Liebesgeschichte bleibt uninteressant, flach und hindert die Geschichte eher, als dass sie diese vorantreibt. Gerade weniger internetaffine Krimileser werden wohl bald überfordert und frustriert das erste Buch weglegen, da ihr Genre zu wenig bedient wird. Dies ist eben kein Krimi, sondern Science-Fiction, was einen aber erst nach einigen Seiten klar wird, weil erst dann die Sozialkritik in den Vordergrund tritt.

Letztlich sind es aber zwei zurecht hochgelobte Bücher, die gerade auch aufgrund der aktuellen Finanzkrise interessant zu lesen sind.

 „Daemon“/„Darknet“ (Original: „Daemon“/„Freedom™“)

Autor: Daniel Suarez (keine weiteren Werke bisher)

In Deutschland bei Rowohlt erschienen 2010/2011. Die Kritik basiert auf den E-Book-Versionen.

Rollenspiel-Inspirationsfaktor? Die Fraktion, die am Computer dieses Games-Genre pflegen, werden reichlich durch viele Geschichtsaspekte bedient.  Pen-&-Paper-Spieler finden aber wohl wenig Inspirationsquellen.

★★★★★★★★☆☆

Die Rollenspiel-Neuheiten auf der SPIEL 2011 (letztes Update)

Kategorie: Rollenspiele   ·   Geschrieben von Ron am 19. Oktober 2011

Die letzten Updates zur Vorberichterstattung zu den Internationalen Spieletagen aus Rollenspieler-Sicht stehen nun, sie sind direkt im Text eingearbeitet. Größter Fehler dieses Jahr war die falsche Zuordnung von Deadlands zu Ulisses, korrekt war jedoch der Uhrwerk-Verlag. Neben ein paar weiteren kleinen Details und einigen Links auf weitere Informationen kam eigentlich nur „Vendel und Vesten“ für Siebte See hinzu. Es konnte auch die Frage von Greifenklaue nach dem Verbleib des eigentlich für die SPIEL für Deadlands geplanten Settingbands „Hölle auf Erden“  geklärt werden.

Es bleibt die traurige Tatsache, dass doch einige alte Bekannte auf der SPIEL dieses Jahr fehlen werden. Meine These, dass sich evtl. eine Verschiebung von der Präsenz auf der SPIEL hin zu der RPC abzeichnet, wurde von einigen geteilt, manchen bedauert und wenigen bestritten. Sicherlich bleibt die Messe in Essen auch weiterhin ein jährliches Pilgerziel für alle generellen Spiele-Freunde. Ich persönlich fände es jedenfalls schade, wenn die SPIEL mittelfristig das Standbein der Rollenspieler verlöre. Hoffen wir also auf einen kleinen Ausrutscher.